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Warum emotional intelligente Menschen weiter kommen!

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Persönlichkeitsentwicklung

Nach den neuesten Erkenntnissen trägt die Emotionale Intelligenz zum Erfolg einer Person immerhin ca. 80 Prozent bei, der Intelligenz-Quotient dagegen nur etwa 20 Prozent! Erfolg meint hier aber nicht nur den beruflichen Erfolg, sondern auch den "Erfolg" in der Beziehung, in der Familie und im tagtäglichen Umgang mit anderen Menschen. Heute wissen wir, dass wir lernen können unsere Emotionale Intelligenz zu verbessern, genauso wie es bei der rationalen Intelligenz schon lange bekannt war.

Was ist Emotionale Intelligenz eigentlich?
Das Schlagwort "Emotionale Intelligenz" beschreibt eine große Zahl von menschlichen Fähigkeiten: Charakter, Takt, Feingefühl, Menschlichkeit - Goethe nannte es einfach Herzensbildung. Nun haben vor etwas mehr als zehn Jahren die beiden amerikanischen Psychologen Peter Salovey (Yale University) und John Mayer (University of New Hampshire) zum ersten Mal diese Bezeichnung verwendet. Sie wollten damit menschliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Selbstbewusstsein und Kontrolle der Gefühle mit einem Begriff ausdrücken. Diese Begriffe werden beim klassischen Intelligenzbegriff nicht berücksichtigt. Deshalb messen herkömmliche Intelligenztests nur einen Teil der Klugheit.

Der erste Schritt: Die eigenen Gefühle erkennen.
Wer sich selbst gut wahrnehmen kann, erkennt ein Gefühl schon während es auftritt. Damit man sich nun selber besser verstehen kann, ist es notwendig, auf Distanz zu sich selbst zu gehen und die eigenen Gefühle zu beobachten. Denn wer die eigenen Gefühle nicht erkennt, der ist ihnen ausgeliefert. Halten Sie einfach kurz mit Lesen inne und versuchen Sie, sich zu vergegenwärtigen, was Sie im Moment fühlen. Schließen Sie dazu die Augen und spüren Sie Ihren Körper. Sitzen Sie bequem oder angespannt? Ist es im Raum warm oder kalt? Hören Sie Stimmen und Geräusche? Versuchen Sie mit allen Sinnen sich und ihre Umwelt zu er-spüren. Wenn es Ihnen schwer fällt, dann drehen Sie den Spieß einfach um und fragen Sie sich: Wie fühle ich mich nicht? Übrigens - auch Ihre Gedanken beeinflussen ihre Gefühle. Testen Sie einfach mal: Was spüren Sie, wenn Sie an Ihren bösen Nachbarn oder Kollegen denken? Und was spüren Sie beim Gedanken an den letzten Urlaub? Welche Gefühle stellen sich da ein?

Der zweite Schritt: Bringen Sie Ihre eigenen Gefühle zur Sprache.
Manchmal verstecken wir unsere Gefühle einfach hinter allgemeinen und indirekten Formulierungen. Die meisten Menschen sind es gar nicht gewohnt, Ihre Empfindungen in Wort zu fassen. Vielen fällt es leichter, das Verhalten des Gesprächspartners zu kritisieren anstatt die eigenen verletzten Gefühle offen anzusprechen. Doch Vorwürfe lösen meist Abwehr und Verteidigung aus. Auf Verständnis stoßen Sie dann, wenn Sie Ihre Gefühle mitteilen. Sagen Sie beim nächsten Meeting nicht einfach: Sie sind... oder Sie haben ... - sondern formulieren Sie eine Ich-Botschaft. Sagen Sie, was Sie genau dabei fühlen: Ich wundere mich ... Durch solche Ich-Botschaften vermeiden Sie Angriffe!

Ihr Körper lügt nicht
Ihr Gesicht kann Bände sprechen, Ihr Körper sendet eindeutige Signale und wenn wir mit den Händen reden, dann können wir uns notfalls sogar im Ausland verständlich machen, ohne dass wir die dortige Sprache beherrschen. Achten Sie einmal verstärkt auf Körpersignale - zum Beispiel:

Neigen Sie automatisch Ihren Oberkörper in Besprechungen nach vorn, so signalisieren Sie Interesse und Aufmerksamkeit. Ziehen Sie sich zurück oder wenden Sie sich gar ab, dann zeigen Sie damit Desinteresse. Kopf und Schultern hängen lassen bedeutet, dass wir niedergeschlagen sind. Wenn wir uns freuen, dass wir jemand wiedersehen, dann strahlt unser Gesicht und die Arme sind weit ausgebreitet. Ärger hingegen sieht man schon an der gerunzelten Stirn. Achten Sie auf solche Körpersignale von Ihnen und von Ihren Gesprächspartnern. Denken Sie daran, Ihr Körper kann nicht lügen und was Sie denken, das äußert sich nicht nur in Worten sondern auch in Gesten. Wenn Sie sich hier ein bisschen sensibilisieren, können Sie wesentlich mehr als seither entdecken und verstehen sich und Ihre Gesprächspartner besser. 

Tipps zur Körpersprache
Die Körperhaltung beeinflusst auch wie wir uns fühlen. Versuchen Sie einfach mal mit hängendem Kopf und Schultern fröhlich zu sein. Sie werden merken, das ist kaum möglich. Nehmen Sie deshalb vor Gesprächen und Verhandlungen immer eine positive aufrechte Haltung an und Sie werden sich viel energiegeladener fühlen als vorher. Die bekannte Trainerin Vera Birkenbihl empfiehlt hier die Spiegelübung. Gehen Sie vor einer Besprechung kurz auf die Toilette und schauen Sie in den Spiegel. Verziehen Sie dabei Ihr Gesicht zu einem starken Grinsen und halten Sie dieses Grinsen etwa 15 bis 20 Sekunden. Kaum zu glauben, aber Sie werden sich hinterher deutlich fröhlicher fühlen und viel freundlicher wirken.

Was sagt die Wissenschaft zu Gefühlen?
Die vorliegenden Ergebnisse der Neurowissenschaften, Molekurlarbiologie und der Immunologie lassen ein neues Bild unseres Gehirns entstehen, das so manchen IQ-Fetischisten vielleicht gar nicht so recht ist. Es zeigt sich nämlich, dass Gefühle noch ganz andere Funktionen und Bedeutungen haben, als viele bisher angenommen haben. Wie der Verstand durchlaufen nämlich Gefühle eine Entwicklung. Außerdem, und das ist das wirklich überraschende, stellt sich heraus, dass diese Entwicklung aufs Engste verknüpft ist mit unserer geistigen. Dass sie sogar die Basis, das Fundament darstellt, auf dem sich Lernen und Denken entwickeln.

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