Mitarbeiter: Kosten- und Erfolgsfaktor
Geschrieben von: Administrator Samstag, den 21. November 2009 um 22:00 Uhr
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Die richtige Einstellung bringt's!Vier Wochen, bevor die Dänen Fußballeuropameister von 1992 wurden, lag jeder einzelne Spieler der Mannschaft im Urlaub am Strand. Durch den Ausfall von Jugoslawien kamen sie als Nachrücker in das Turnier und schnappten in einem großartigen Wettkampf Deutschland den Titel vor der Nase weg. Ein Traum-Team, ein Erfolgs-Team, oder wie es die US-Basketballer sind: ein "Dream-Team?"
Was war passiert, oder was könnte passiert sein, dass eine Nachrückermannschaft plötzlich ganz oben steht? Ist Erfolg planbar, und wenn ja, welche Einstellungen führen zum Erfolg, machen ein Erfolgs-Team?
Im Fußball gibt es klare Regeln und Strukturen. Und dennoch verläuft es meist anders als man oder Frau denkt. Was können wir aus der Welt des Sports mit seinen einfachen Strukturen und Regeln für unsere Teams lernen und in die weit komplexer erscheinende unternehmerische Praxis übertragen? Ist es überhaupt möglich? Können einfache Regelsysteme aus dem Sport in die Wirtschaft übertragen werden?
Was sagt einer, der es wissen muss - Otto Rehagel - zum Erfolg: „Ich bin ein erfahrener Trainer, der weiß, dass viele Leute nötig sind, um erfolgreich zu sein“, also es sind viele Leute, die zusammen wirken. Die Mannschaft, der Trainer, seine Assistenten und der Vorstand. "Der Erfolg geht nur über gute Spieler", also alle Beteiligten sind mit Qualitäten ausgestattet, die das Gesamte stützen. Und: "Wir müssen wissen, was wir können". Je klarer die Selbsteinschätzung, um so fundierter ist die eigene Strategie auf dem Markt.
Im Fußball ist ganz klar definiert was eine Mannschaft ist: Die Handlungen des Einzelnen und seine Wirkung für das Gesamte sind für alle genau erkennbar. Wenn jemand einen "Fehler" macht, betrifft es alle und alle sorgen dafür, dass der Ball wieder „rausgehauen“ wird. „Alle für einen und einer für alle“, wie es in dem berühmten Fußballschlager heißt. Das Ziel, Tore zu schießen, die Tabellenspitze zu erhalten, ist klar. Es ist ebenso klar, dass da ein Trainer ist, der die Mannschaft trainiert und dafür sorgt, dass die Spieler sich fit halten und der die Strategie festlegt. Das einzige was zählt ist das Spiel – selbstverständlich Fairplay.
Wie sieht es in einem Unternehmen aus?
Sind die Mitarbeiter individualistisch handelnde Einzelwesen oder Teile eines Teams? Sind die Handlungen des Einzelnen so durchschaubar, dass die Wirkungen für alle erkennbar sind? Arbeiten die Mitarbeiter so zusammen, dass der "Fehler" eines Angestellten von einem anderen „rausgehauen“ wird? Wie ist der Kontakt von Unternehmensleitung zur Mannschaft? Versteckte Fouls? Aufmunternde Anerkennung?
Warum haben Teams Probleme?
Das Unternehmensideal oder die Unternehmens-Philosophie ist zu weit von den Idealen der Mitarbeitern entfernt und bietet dadurch wenig Identifikationsraum. Folge: Die-da-oben-und-wir-da-unten-Denken.
Informationspolitik: Es fehlt an der Durchlässigkeit. Zum Teil fehlen relevante Informationen. Der Informations- und Wissensstand ist unterschiedlich. Folge: Etablierung von geheimen Spielregeln, die sich leistungsmindernd auswirken.
Mangelnder Selbstwert gegenüber der eigenen Arbeit und dem eigenen Arbeitsgebiet. Die Qualitäten und Fähigkeiten der Mitarbeiter kommen nicht voll zur Entfaltung bzw. werden Mitarbeiter ungünstig eingesetzt. Folge: innere Kündigung, Demotivation usw…
Die Atmosphäre, der Umgang miteinander, keine oder schlechte Weiterbildung, etc. lässt wenig Raum für Kreativität und Innovation, die dem Unternehmen zu Gute kommt. Folge: Gefährdung der Existenz des Unternehmens.
Arbeitsorganisation, Teamstruktur, Ausstattung wirken kontraproduktiv auf die Mitarbeiter in den Teams. Folge: Motivationshemmung, u.v.a.
Die sieben Bereiche jedes Unternehmens
Schauen wir uns an, welche Kräfte in einem Organismus, in einer Organisation, in einem Unternehmen wirken, kann eine Aufteilung in sieben Bereiche vorgenommen werden, die sich aufeinander beziehen lassen, die sich miteinander auf den Erfolg auswirken. Die Aufteilung eines Unternehmens, einer Organisation, eines Organismus in die sieben Bereiche ist eine hilfreiche Konstruktion für die Beschreibung, die Analyse und die Verbesserung der Situation in und für ein Unternehmen. Wobei dies für Unternehmen jeder Größe sinnvoll ist.
- Das Arbeitsgebiet des Unternehmens beschreibt das sinnlich Wahrnehmbare: Der Standort, das Gebäude, die Einrichtung, aber auch die Mitarbeiter-Struktur (Hierarchie, Gruppen-, Teamarbeit), die Organisation, die Ausstattung usw. = Wo ist was bzw. wer, wann?
- Der Auftritt des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, sagt etwas über das WAS in dem Unternehmen aus. Was wird getan (produziert, verkauft, geleistet usw.) = Was geschieht?
- Die Fähigkeiten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter bezieht sich auf das wie etwas getan wird. Was vorhanden ist an Taktik, Eleganz, Reserven, Know-how, Spezialitäten usw. = Was kann und was wird wie eingesetzt?
- Die Werte, die Grundhaltungen eines Unternehmens werden in den Leitbildern, den Strategien und den Unternehmenszielen deutlich. Dabei geht es um die "eindeutigen Grundannahmen" auf der die Handlungsweisen beruhen. Was denke ich, was denken wir über uns und über die anderen? Wofür machen wir es? Was ist der Beweggrund? = Wie sind die Grundeinstellungen?
- Die Identität, die Corporate Identity des Unternehmens ist das Selbstverständnis, das Selbstbewusstsein, Selbstbild des Unternehmens, dass die Mitarbeiter nach innen und außen repräsentieren. = Wer bin ich, wer sind wir? Was ist unsere Besonderheit?
- Die Ebene der sozialen Beziehungen eines Unternehmens gibt Auskunft über die persönlichen Beziehungen im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit. Wer ist noch wichtig und bedeutsam für das Unternehmen und seine Mitarbeiter? = Wie wichtig sind wir für andere und die anderen für uns?
- Das Unternehmens-Konzept, die Philosophie, die Vision ist der gesamtheitliche Auftrag des Unternehmens im Gesamtkontext der Gesellschaft. = Was ist unser Auftrag, unsere Aufgabe als Unternehmen?
Merkmale eines „Dream-Teams“
In der folgenden Aufstellung möchten wir Ihnen einige Anregungen geben, welche Merkmale ein Dream-Team ausmachen.
- Unternehmensvision und persönliche Vision gleichen sich idealerweise...
Folge: Wir arbeiten für die gleichen Ideale. - Informationspolitik: Alle sind für ihre Aufgabe gut informiert, Konflikte werden offen angesprochen. Hohe persönliche und professionelle Kompetenz.
Folge: Fließende Kommunikation, gute soziale Kontakte, Motivation durch gute Beziehungen. - Selbstbewusstsein. Von sich und seiner guten Arbeitsleistung überzeugt. Kompetent im Arbeitsgebiet.
Folge: Selbstbewusstes Auftreten nach innen und außen. - Die Innovation der Mitarbeiter wird durch das Unternehmen unterstützt ihre Qualitäten und Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Folge: Steigerung der Motivation am Ball bleiben (sein). - Der Ton macht die Musik. Es wird auf das WAS und auch auf das WIE geachtet.
Folge: Partnerschaftlicher Stil im Umgang miteinander - Die optimale Arbeits- und Teamorganisation ist den jeweiligen Aufgabenstellungen angepasst.
Folge: Mitarbeiter wissen, wo sie hingehen und was sie erwartet, wenn sie zur Arbeit
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