Sprachkultur - Motivation durch die richtige Gesprächspower - Teil 2
Samstag, den 21. November 2009 um 22:47 Uhr
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Persönliche Erfolgsstrategie - Sprachkultur - Teil 2Worte wirken Wunder
Nach der Pressekonferenz gehen Sie mit dem Public Relations Officer Meier zum Essen. Dabei sprechen Sie auch über seinen letzten Aufenthalt in den USA. Meier erzählt Ihnen, dass er mehrmals vor der gesamten amerikanischen Belegschaft eine motivierende Rede gehalten habe. Ihr Kommentar: "Ich kann kaum eine gute Rede in Deutsch halten, geschweige denn in Englisch. Wahrscheinlich hätte ich kein einziges Wort rausbekommen."
Wie wäre es, wenn Sie lieber folgendes sagen würden:
"Ich verbessere gerade meine Redetechnik, um so meine Zuhörer wirklich zu fesseln und zu packen. Bisher habe ich noch keine Rede in Englisch gehalten. Dies wäre eine neue Herausforderung."
Überlegen Sie bitte kurz: Welche Antwort zeigt zukunfts- und erfolgsorientiertes Denken? Welche Antwort zeigt Ihre Stärke?
"Ich kann nicht!" beschneidet Ihre Stärken!
Zu oft und zu rasch heißt die Antwort "Ich kann das nicht vortragen", "Mit der Maschine kann ich nicht umgehen", "Ich kann das nicht machen." Mit solchen Aussagen beschneiden Sie sich selbst und zeigen die Grenzen Ihrer Fähigkeiten auf. Aber Grenzen sind zum überschreiten und Fähigkeiten sollten ausgebaut werden. Vielleicht kennen Sie den bekannten Satz aus Bachs "Die Möwe Jonathan": "Glaube an Grenzen und sie gehören dir!" - wir begrenzen uns oft immer wieder selbst durch unsere eigenen Worte und Einstellungen. Der Ausdruck "Ich kann nicht" wirkt wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Ihr Unbewusstes wird also alles dran setzen, um die getätigte Aussage auch in die Realität zu verwandeln. Die innere Programmierung schafft hier die eigene Wirklichkeit.
Wollen Sie überhaupt?
Oft wird mit "Ich kann nicht" eine eigene Grenze gesteckt, die eigentlich wenig mit dem Können zu tun hat. Viel treffender könnten Sie sagen: "Ich will nicht!". Ein "Ich kann nicht" wirkt wie eine Festung und ist meist uneinnehmbar. Damit errichten Sie eine Grenze, die jeden Überzeugungsversuch des Gesprächspartners abblockt.
Streichen Sie also einfach diesen Satz "Ich kann nicht" aus Ihrem Wortschatz. Wählen Sie stattdessen Aussagen, die Ihr Selbstbewusstsein zeigen. Fragen Sie sich deshalb in Zukunft immer wieder: "Wollen Sie es?" Sie werden sehen, durch diese einfache Technik werden Sie automatisch erfolgreicher. Ersetzen Sie einfach die Worte "Ich kann das nicht" durch "Ich habe das noch nicht gemacht" und erleben Sie den Unterschied der den Unterschied macht.
Warum wollen Sie es nur versuchen?
Haben Sie das auch schon gehört: "Ich werde es versuchen, dass das Konzept nächste Woche fertig ist"? Klappt das nun oder klappt es nicht? Warum zögern Sie mit Ihrer Aussage? Wie wäre es, wenn Sie einfach folgendes sagen: "Am Mittwoch ist das Konzept fertig". Wenn Sie etwas nur versuchen, erzeugen Sie den Eindruck als seien Sie verdammt unsicher. Kaum einer glaubt an den positiven Ausgang - Sie selbst auch nicht! Und natürlich lassen Sie sich damit ein Hintertürchen. Niemand kann Sie dann für Ihre Aussage belangen aber was meint Ihr Gesprächspartner dazu? Ich versuche es, zeigt Ihre Schwäche!
Versuchen Sie es nicht nur, tun Sie es!
Machen Sie verbindliche Zusagen, damit sich Ihre Gesprächspartner auf Sie verlassen können. Ich werde es versuchen, wird in Zukunft in "Ich werde es tun!".
Das Positive hervorheben
Leider schauen viele Mitmenschen immer nur auf das Negative, heben es hervor und verschweigen das Positive. Kein Wunder, das Negative ist meist dramatischer und die Medien machen uns dies tagtäglich vor. Reden Sie lieber positiv und Ihre Umgebung ist viel besser motiviert. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht auf das, was Sie verhindern wollen, sondern sagen Sie klipp und klar, was Sie wollen. "Ich würde es ungern sehen, wenn Sie heute früher gehen." So etwas setzt lediglich Angstzustände frei. Sagen Sie lieber: "Ich brauche Ihre Sachkenntnis, um das Angebot heute noch fertig zu stellen." Dann weiß der Mitarbeiter was Sache ist ... Sagen Sie lieber was Sie wollen als was Sie nicht wollen!
"Wann" schafft Klarheit
Haben Sie auch schon mal folgenden Satz gehört?: "Wäre es Ihnen möglich, die Anzeige einen Tag früher fertig zu machen?" - Hört sich das an, als wäre es Ihnen wichtig? Oder klingt dies eher als ein Vorschlag? Übertragen Sie einfach Ihre positiven Erwartungen auf den Anderen: "Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Machen Sie die Anzeige bis morgen fertig, dann können wir uns noch die passenden Argumente dazu überlegen. Wann können Sie die Anzeige morgen fertig haben?" Und schon haben Sie ein Ziel gesetzt und Ihrem Mitarbeiter eine positive Erwartung verkündet. Der Einsatz von "Wann" schafft ganz einfach Klarheit und lässt den notwendigen Spielraum für die Eigenverantwortung.
Streichen Sie "unmöglich" aus Ihrem Wortschatz
Wie fühlen Sie sich, wenn ein Mitarbeiter morgens zu Ihnen kommt und sagt: "Es ist unmöglich, das Software-Projekt rechtzeitig zu beenden, da Projektleiter Meier für mindestens vier Wochen krank ist." Die Lage scheint ausweglos zu sein. Keine Perspektive ist sichtbar. Alles nur wegen dem unscheinbaren Wort: "unmöglich". Sagen Sie lieber: "Wir werden uns jetzt alle anstrengen - aber wir schaffen es. Lassen Sie uns sofort planen, wie wir ..." Wie fühlen Sie sich jetzt? Besser - es geht doch weiter!
Etwas als unmöglich zu bezeichnen hat fatale Konsequenzen, denn das Ziel rückt unweigerlich sofort in eine unerreichbare Ferne. Ein "unmögliches" Ziel ist unbezwingbar. Überlegen Sie mal: Wann gebrauchen Sie selbst den Begriff "unmöglich"? Und wie reagiert Ihr Gesprächspartner darauf? Streichen Sie sofort diesen Begriff, damit Sie positiv nach vorne schauen können!
Problem- oder lösungsorientiert?
Viele Menschen sehen überall Probleme. Und vor lauter Problemen kommen sie gar nicht bis zu den Lösungen. Dabei ist es so einfach. Probleme offenbaren uns das Unvorstellbare. Vermeiden Sie aber die Problemorientierung. Dadurch begrenzen wir unser eigenes Verhalten und die Motivation sinkt beträchtlich in den Keller. Wer immer und überall Probleme sieht, ist unsicher und hat Ängste. Mitarbeiter, die regelmäßig mit Problemen zu Ihnen kommen, sollten Sie nur noch empfangen, wenn sie mindestens eine Lösung mitbringen. Damit Sie Lösungsvorschläge besprechen können und keine Probleme.
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Sprache ist der Ausdruck unseres Denkens
Die Qualität unserer Sprache bestimmt auch ganz wesentlich unseren emotionalen Zustand. Unseren eigenen Zustand und den unseres Gesprächspartners. Und natürlich bestimmt wiederum unser emotionaler Zustand die Qualität unserer Sprache. Schenken Sie auch der Körpersprache mehr Beachtung. Unser Körper ist der Spiegel unserer Gefühle. Beobachten Sie einfach mal diese Wechselwirkungen und nutzen Sie diese Erkenntnis für Ihre Sprachkultur. Sie werden sehen: Worte wirken Wunder.
Fortsetzung: Sprachkultur - Erfolg durch die richtige Gesprächspower - Teil 1
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Stand: 06.12.2002 - Texte frei zur privaten Nutzung mit Quellenangabe erlaubt!


