Die „Lernende Organisation“
Geschrieben von: Administrator Freitag, den 13. November 2009 um 17:11 Uhr
Unternehmensführung für das 21. JahrhundertBei den immer schneller werdenden Veränderungen sowohl in der Gesellschaft, wie auch in den Unternehmen, ist es wichtig, das Wissen und die Fähigkeiten von Führungskräften und Mitarbeitern ständig auf einem aktuellen Stand zu halten. Dies bedeutet unter anderem die Weiterbildung zu intensivieren. Vorbildhafte persönliche Lernbereitschaft zeichnet Führungskräfte aus und steigert den Erfolg aller im Unternehmen und des Unternehmens. Eine permanente Lernbereitschaft und die tatsächliche permanente Lernerfahrung ist die Grundlage eines erfolgreichen Unternehmen im 21. Jahrhundert.
Warum sind die einen (Personen/Unternehmen) erfolgreich und die anderen schaffen es einfach nicht?
Diese oder ähnliche Fragen nach den Erfolgsrezepten bewegen viele Menschen. Gerade in schwierigen Zeiten gibt es eine verstärkte Suche nach Lösungen. Ist das Modell der „Lernenden Organisation“ eine solche Lösung, ein Erfolgskonzept für die Unternehmens- und Mitarbeiterführung der Zukunft? Nun, das von Peter Senge als Leiter des organizational Learning Center der Sloan School of Management am Massachusetts Institut of Technology (MIT) entwickelte Modell der „Lernende Organisation“, stellt zumindest ein vielversprechender Ansatz für ein Erfolgskonzept für das 21. Jahrhundert dar.
Ein aktuelles Management-Modell
Bei der „Lernenden Organisation“ handelt es ich um ein Management-Modell das durchaus Bekanntes, durch die Kombination und den systemischen Ansatz den es bietet, zu einem wirkungsvollen Modell der Unternehmensführung für das 21. Jahrhundert macht. Damit ist es auch möglich verkrusteter bzw. uneffektive Unternehmensstrukturen zu verändern und das Unternehmen (wieder) erfolgreich zu machen. Unternehmen die sich darauf einlassen mit diesem Modell zu operieren, stellen sich leichter auf die Unwägbarkeiten der Zukunft ein bzw. sind besser auf sie vorbereitet.
Die „Lernenden Organisation“ ist ein ganzheitlicher Ansatz mit dem die durch Politik, Markt und Gesellschaft sich ergebenden Probleme für Kunden, Mitarbeiter, Unternehmens-Führung effektiv zu bearbeiten und zu lösen sind. Es gibt dabei keine Patentrezepte, sonder viele verschiedene Ansätze, Techniken und Methoden für die Umsetzung der idealisierten Kern-Gedanken. Um was es beim Modell der „Lernenden Organisation“ geht, wird in der folgenden kurzen Erläuterung dargestellt. Sie bietet auch einen Anhaltspunkt wo Weiterbildungsfelder bestehen, sowohl für die Unternehmensführung, wie auch für die Mitarbeiter. Denn in Zukunft werden erfolgreiche Unternehmen so etwas sein, was in der Theorie und Praxis als „Lernenden Organisation“ bezeichnet wird.
Die „Lernenden Organisation“ ein Management-Zukunftsmodell
Durch die Kombination und den Einsatz der im Modell vorhandenen Elemente wird eine neue Qualität von Zusammenarbeit, Kreativität und Leistung geschaffen. Ein wesentliches Merkmal von erfolgreichen Unternehmen ist das Engagement seiner Mitarbeiter. Voraussetzung dafür wiederum und dies gilt für Unternehmen bzw. Organisationen und für jeden Menschen, ist die Lernbereitschaft. Daher ist es wichtig sich mit den folgenden Fragen zu beschäftigen:
Warum begegnen wir Lernmöglichkeiten häufig eher mit Angst und Abwehr als mit Offenheit?
Warum lassen wir unser Selbstbewußtsein eher von unserm Wissen bestimmen, welches wir als Gegensatz zum Lernen verstehen?
Warum kritisieren wir schon, bevor wir etwas ganz verstanden haben?
Es ist allem Anschein nach in Unternehmen und Organisationen leichter bürokratisch zu kontrollieren, als visionäre Herausforderungen zu entwickeln und damit umzugehen. Die sind jedoch heute und vor allem in Zukunft erforderlich, wenn gute Leistungen erbracht und ein guter Gewinn erzielt werden soll. Eine Unternehmen wird zu einer „Lernenden Organisation“ wenn die im folgenden beschriebenen fünf Diszipline zur Anwendung kommen. Es handelt sich dabei um:
Persönliche Entwicklung
Dabei geht es um die ständige (Weiter-) Entwicklung persönlicher Fähigkeiten. Basis dieser persönlichen Entwicklung ist die Feststellung was für jeden persönlich wichtig ist, seine wesentliche Ziele. Menschen die an persönlichem Wachstum interessiert sind, sind wertvolle Mitglieder einer „Lernenden Organisation“. Sie zu finden und sie in ihrem Bewusstsein zu unterstützen macht Unternehmen und Mitarbeiter erfolgreich. Führungskräfte haben u.a. die Aufgabe in einem Unternehmen das entsprechende Umfeld zu gestalten, indem diese Entwicklung möglich ist und selber eine führende Rolle dabei zu übernehmen.
Mentale Modelle
Hierbei geht es um Vorannahmen, um tiefverwurzelte und zumeist unbewusste Einstellungen bzw. innere Haltungen, die unsere Arbeit erleichtern und beeinträchtigen. Ziel ist es, dass eigenen Denken von unseren einengenden Mustern zu befreien. Wobei es sich sowohl um die persönlichen Einstellungen handelt, wie auch um die Einstellungen die in Gruppen, Teams, Bereichen und im Gesamtunternehmen vorherrschen. Die verborgenen mentalen Modelle können einen großen Einfluss auf die Entscheidungen, die Außen- und die Innenwirkung eines Unternehmens haben. Sie zu kennen, sie zu beeinflussen bzw. sie positiv zu verändern hat unternehmenssichernden bzw. erfolgsverstärkenden Charakter.
Gemeinsame Visionen
Visionen bringen Menschen dazu, über sich hinauszuwachsen! Sie lernen aus eigenem Antrieb und nicht, weil man es ihnen aufträgt. Die Entwicklung einer begeisterten Vision gehört daher zu den Kernkompetenzen einer guten Führungskraft. Dabei ist es wichtig die Vision gemeinsam freizulegen. Eine Vision die von oben verordnet wird, hat wenig Chancen. Wie unterschiedlich die Visionen auch sein mögen, Unternehmen die darüber verfügen, schaffen es damit ihren Mitarbeiter ein Gefühl von motivierender, zielgerichteter Gemeinsamkeit zu geben.
Team-Lernen, -Dialog
Das Team ist mehr als die Summe der einzelnen Teammitglieder. Die Fähigkeit zum offenen Dialog untereinander, zum gemeinsamen Lernen, zeichnet erfolgreiche Teams aus. Statt Diskussion steht im Vordergrund der Dialog. Senge schreibt in diesem Zusammenhang: „Wenn Teams wahrhaft lernen, erzielen sie nicht nur herausragende Ergebnisse, sondern die einzelnen Mitglieder entwickeln sich auch schneller, als es andernfalls je möglich wäre.“ Und… „Nur wenn Teams lernfähig sind, kann die Organisation lernen. Insbesondere geht es darum sich in den Teams von eigenen Annahmen zu lösen und sich auf ein echtes gemeinsames Denken einzulassen.“
Systemisches Denken
Beim „Systemischen Denken“ geht es um die Art und Weise wie sich Ereignisse miteinander verknüpfen, um ein Ganzes zu bilden. Jedes Einzel-Ereignis im System beeinflusst jedes andere, wobei normalerweise diese wechselseitige Beeinflussung dem Blick entzogen bleibt. Unternehmen stellen, wie die Welt als Ganzes, ein System dar. Senge schreibt dazu: „Auch sie (Unternehmen) sind durch ein unsichtbares Gewebe von zusammenhängenden Handlungen verbunden, die oft ernst nach Jahren ihre volle Wirkung aufeinander entfalten.“
Da wir selbst ein Teil dieses filigranen Musters sind, fällt es uns doppelt schwer, das volle Bild der Veränderung zu erfassen. Statt dessen neigen wir dazu, uns auf „Schnappschüsse“ von isolierten Systemteilen zu konzentrieren, und wundern uns, warum unsere größten Probleme scheinbar unlösbar sind. „Neue Wege“ gehen und nach neuen Lösungen für bestehende Probleme suchen, gehört zu den Aufgaben eines Managers. Gerade in schwierigen Zeiten kommt es darauf an für ein Unternehmen ein erfolgversprechendes Konzept zu entwickeln. Damit dies auch erfolgswirksam wird, muss es durch entsprechende (Weiterbildungs-) Maßnahmen gesichert werden.
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