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Management - Organisation

Wissensmanagement

Knowledge-Management oder zu Deutsch „Wissensmanagement“ wird immer mehr zum selbstverständlichen Unternehmensbestandteil. Was ist damit gemeint und wie können wir Wissensmanagement im eigenen Unternehmen einsetzen?

Was ist Wissensmanagement?
Um es kurz und prägnant zu formulieren: Unternehmenswissen ist die Fähigkeit eines Unternehmens, Wissen zu erzeugen, es in der ganzen Organisation zu verbreiten und ihm in Produkten, Dienstleistungen und Systemen Ausdruck zu verleihen.

Für viele westliche Firmen ist das hohe Niveau ständiger Verbesserungen in japanischen Unternehmen überraschend. Dies liegt vor allem an dem offenen Ohr, das japanische Unternehmen gegenüber neuen Erkenntnissen aus allen Bereichen haben.
Der Begriff „Wissen“ hat sich im Laufe der Zeit verändert. Heute fällt dem „Wissen“ im Unternehmen eine Schlüsselrolle zu und wird oftmals gar als eigentlicher Kern des Unternehmens angesehen. Wir leben heute in einer Wissensgesellschaft und Wissen ist eine wichtige Ressource, die wir nutzen müssen.

Wissensmanagement ist eine Managementmethode, die vor allem von den Mitarbeitern getragen wird. Dafür haben wir im Moment drei Voraussetzungen:
Ein erfolgreiches Wissensmanagement ist nur im Zusammenspiel von verschiedenen Elementen möglich: Unternehmenskultur, Menschen, Technologien, Mission, Strategie und Führung. Knowledge-Management ist also ganzheitlich zu sehen.

Dr. Schütt von IBM-Deutschland formuliert dies so:
„Wir haben Hausaufgaben gemacht und eine strategische Wissensmanagement-Architektur eingeführt mit Prozessen, neuen Aufgabenbeschreibungen und unterstützenden Technologien. Heute ist Wissensmanagement ein wichtiger Erfolgsfaktor für uns, indem wir das Wissen unserer Mitarbeiter weltweit abfischen, daraus die besten Lösungen modellieren und diese wieder entsprechend an die Mitarbeiter weltweit weitergeben.“

Fünf Voraussetzungen für die Wissensschaffung im Unternehmen
  1. Entscheidend ist die Vision über das zu entwickelnde Wissen. Fassen wir dieses in Konzepte und setzen sie durch geeignete Managementsysteme um. Wichtig ist dabei, dass wir das Engagement der Mitarbeiter entsprechend fördern.
  2. Alle Mitarbeiter sollen so autonom handeln können, wie es die Umstände erlauben. So fördern wir die Flexibilität und die Bereitschaft, Wissen weiterzugeben und zu entwickeln.
  3. Fluktuation und kreatives Chaos sehen wir als Faktoren, die zu einer beabsichtigten Störung führen. So werde wir gezwungen, die Grundanschauungen zu überprüfen und neue Konzepte zu fördern. Das kreative Chaos erhöht gleichzeitig die Spannung im Unternehmen und die Denkfähigkeit der einzelnen Mitarbeiter.
  4. Redundanz ist notwendig, also die Existenz von Informationen, die über die unmittelbaren operativen Bedürfnisse der Mitarbeiter hinausgehen. Dies erweitert den eigenen Horizont.
  5. Das Informationsangebot muss für alle Mitarbeiter zugänglich sein, so dass jeder zu jeder Zeit an diese Informationen kommen kann, die ihm weiterhelfen.
Das Fünf-Phasen-Modell der Wissensschaffung
Nonaka und Takeuchi, zwei japanische Autoren (Die Organisation des Wissens. Wie japanische Unternehmen eine brachliegende Ressource nutzbar machen. Campus-Verlag, Frankfurt) bauen daraus ein Fünf-Phasen-Modell auf, das die Wissensschaffung im Unternehmen unterstützt:
  1. Wissen austauschen
  2. Konzepte schaffen
  3. die Konzepte erklären
  4. Archetypen bilden und schließlich
  5. das Wissen übertragen.
Die beiden Autoren unterscheiden die Begriffe "Wissen" und "Information" deutlich voneinander. So geht es beim Wissen um Vorstellungen, Engagement, zweckgerichtetes Handeln und Bedeutung. Wissen ist damit im Gegensatz zu Information ein dynamischer Prozess.

Immer wenn wir von Wissensmanagement sprechen, ist es die Quintessenz, dass neue Ideen entstehen sollen. Aber solange wir uns rein im textlichen Bereich bewegen und immer nur die linke, logische und rationale Gehirnhälfte ansprechen, werden wir keine wirkungsvollen Ideen erzeugen. Ideen kommen erst dann, wenn wir Aspekte wie Intuition und Kreativität aufgreifen und zulassen. Das funktioniert nicht mit Datenbanken, dazu brauchen wir auch visuelle Strukturen und Elemente, um die Kreativität anzuregen.

„Für uns ist Wissensmanagement ein Sammelbegriff für alle Aktivitäten, die in irgendeiner Form eine lernende Organisation unterstützen. Wissen ist jede Information, die in einem bestimmten Kontext nutzbar oder nützlich sein kann.“
Jochen Schnepf, Knowledge Manager, CSC Ploenzke.


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