Patent-Datenbanken
Geschrieben von: Administrator Freitag, den 13. November 2009 um 17:18 Uhr
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Von der Idee zum marktreifen Produkt ist meist ein langer Weg.< Und mancher Erfinder bleibt unterwegs stecken, da er vor den langwierigen und umständlichen Prozeduren kapituliert. So auch Rolf Ruff, ein schwäbischer Tüftler, der zum Beispiel das erste Original-Kopf-Mikrofon entwickelt hat. Sein selbstaufgesetztes Schreiben ans Patentamt wurde wegen Formfehlern zurückgewiesen. Und so vermarkten heute andere Firmen seine Produkte und erzielen damit traumhafte Gewinne. Erfinder zu sein will gelernt sein. „Wenn man nicht die Möglichkeit hat, sein Produkt von einem Patentanwalt schützen zu lassen, sollte man lieber die Finger davon lassen“, lautet heute Ruffs bittere Erkenntnis. Auch mit staatlichen Stellen hat er schlechte Erfahrungen gemacht: So wurde sein Antrag auf Förderung aus dem Etat für Forschung und Entwicklung mit der Begründung abgelehnt, dass das Produkt beschäftigungspolitisch unwirksam wäre. Heute ist genau dieses Produkt das meistverkaufte seiner Art in Deutschland. Ruffs Fazit aus der Angelegenheit: „Ich habe mit Absicht viele Tätigkeitsfelder in Richtung Internet verlegt, da mich das WEB unabhängig von den Problemen des jeweiligen Standorts macht.“
Abfragen in Datenbanken
Die Suche nach Geldgebern (www.exchange.de/innovationsmarket) oder die Abfrage in Patendatenbanken (www.patente.de) stehen heute jedem Erfinder via WEB offen. Auch die Patentämter stellen ihre Dienste dort vor, bieten Zugriff auf Formulare sowie Anträge und Datenbanken. Erste Anlaufstellen sind dabei das Deutsche (www.deutsches-patentamt.de) und das Europäische Patentamt (www.european-patent-office.org/index_d.htm). Dort können die Erfinder auch erfahren, dass es hierzulande bei Patentanmeldungen immer noch besser geht als den Kollegen in den USA. Denn dort sind wesentlich mehr Formalitäten zu erfüllen und ist mehr Geld zu bezahlen als in Deutschland.
Finanzhilfen für Erfinder
Für finanzschwache Erfinder gibt es bis zu 15.000 DM als Beihilfe unter anderem von Insti - Projekt zur Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft (www.insti.de). Insti fördert einzelne Erfinder bis zur Erteilung des Schutzrechts.
Vermittler helfen weiter
Eine ganze Reihe von Vermittlungsagenturen stellen den Kontakt zwischen Erfindung und Firmen her, die diese Erfindung vermarkten können und wollen. Diese Vermittlungsagenturen sind dabei, wenn mit Firmen verhandelt wird und stehen bei den wichtigen Messeauftritten dem Erfinder zur Seite. Dafür kassieren sie natürlich Gebühren, die aber vergleichsweise gering sind, sind aber später am Gewinn beteiligt falls das Produkt ein Verkaufsschlager wird. Die meisten Firmen wollen, ehe sie eine Lizenz kaufen und die Herstellung des Produktes übernehmen, einen Nachweis über die Marktchancen sehen. Aber gerade das beschert den Erfindern oftmals Kosten in fünfstelliger Höhe. Um so wichtiger ist es deshalb, dass sich durch das Internet viele Recherchen einfach und kostengünstig erledigen lassen. Auch die Konkurrenz lässt sich im Internet gut beobachten.
Die Erfindergesellschaft
Einmal im Monat trifft sich die Erfindergesellschaft in Bielefeld (www.erfindergesellschaft.de). Gerade im Internet verläuft die Entwicklung so rasant, dass neue Projekte immer kürzere Halbwertszeiten haben. Die Fachleute empfehlen, nicht nur die Foren der Erfinder im Internet zu nutzen sondern vor allem auch das WEB zur Namens- und Patentrecherche. Dabei reichen die Datenbanken der Patente und Namensrechte allein nicht aus. Vielmehr sollten die Begriffe aus dem Umfeld der Erfindung über Meta-Suchmaschinen eingegeben werden, damit der Markt über sämtliche Entwicklungen im betreffenden Gebiet abgeklopft wird. So lässt sich auch der ungefähre Marktwert der Erfindung beurteilen. Mittlerweile steht ja fast alles, was auf dem Markt ist, auch im Internet. Auch unter der Adresse www.deutschland-innovativ.de können angehende Erfinder ganz brauchbare Informationen erhalten. Der Blick in diese Quellen ist um so wichtiger, da in der Industrie jährlich Milliarden für überflüssige Entwicklungsarbeit ausgegeben werden und Forscher oft das Rad nochmals erfinden.
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